JESSP bietet vier dezentrale Lüftungsgeräte mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Alle Modelle arbeiten mit Wärmerückgewinnung, unterscheiden sich aber bei Luftleistung, Filter, Steuerung, Sensorik und erforderlicher Wandöffnung. Die richtige Wahl hängt deshalb nicht nur von der Raumgröße ab, sondern auch davon, wie Sie die Anlage bedienen möchten und welche baulichen Voraussetzungen vorhanden sind.

Eco Smart DZ

Für Sensorik, App, Fernbedienung und flexible Smart-Home-Steuerung.

Eco Smart Easy+

Für die gemeinsame Bedienung mehrerer Geräte über einen Wandcontroller.

Vario 160

Für höhere Luftleistung und größere Räume.

Vario 110

Für kleine Wandöffnungen und einen geringeren Luftbedarf.

Die vier JESSP-Lüftungsgeräte auf einen Blick

Merkmal Eco Smart DZ Eco Smart Easy+ Vario 160 Vario 110
Frischluft je Gerät im WRG-Betrieb 25 m³/h 25 m³/h 30 m³/h 12,5 m³/h
Zwei Geräte im WRG-Betrieb 50 m³/h 50 m³/h 60 m³/h 25 m³/h
Max. reine Zu-/Abluft je Gerät 50 m³/h, Boost bis 60 50 m³/h 60 m³/h 25 m³/h
Filter F7 serienmäßig F7 serienmäßig G3, F7 optional G3
Steuerung App, Fernbedienung, Master/Slave Wandcontroller mit WLAN/Smart Life App und Fernbedienung App und Fernbedienung
Automatik CO₂- oder Feuchtevariante zentrale Controller-Steuerung Feuchtesteuerung Feuchtesteuerung
Geräteklasse Ø 160 mm Ø 160 mm Ø 160 mm Ø 110 mm
Empfohlene Kernbohrung etwa 170–180 mm etwa 170 mm etwa 170–180 mm etwa 120–130 mm
Typischer Schwerpunkt Sensorik und Smart Home gemeinsame Bedienung höhere Luftleistung kleine Wandöffnung

Die genannten Frischluftwerte sind Planungswerte im alternierenden Wärmerückgewinnungsbetrieb. Die tatsächliche Wirkung hängt unter anderem von Betriebsstufe, Einbau, Filterzustand, Druckverhältnissen und Gebäudesituation ab.

Eco Smart DZ: Sensorik und flexible Steuerung

Der Eco Smart DZ ist die passende Wahl, wenn eine flexible, smarte Steuerung im Vordergrund steht. Das Gerät wird mit F7-Filter und Vorfilter betrieben und ist in unterschiedlichen Sensorvarianten erhältlich.

Je nach Ausführung kann die Regelung auf CO₂ oder Luftfeuchtigkeit reagieren. Zusätzlich stehen App, Fernbedienung, Zeitpläne und Master-/Slave-Funktionen zur Verfügung. Im Wärmerückgewinnungsbetrieb werden 25 m³/h Frischluft je Gerät beziehungsweise 50 m³/h mit zwei abgestimmten Geräten angesetzt.

Besonders geeignet für: Schlaf- und Wohnräume, Smart-Home-Projekte, sensorgesteuerte Lüftung und Nutzer, die unterschiedliche Automatikfunktionen wünschen.

Eco Smart Easy+: mehrere Geräte zentral bedienen

Der Eco Smart Easy+ ist auf die gemeinsame Bedienung über einen Wandcontroller ausgelegt. Der Controller besitzt WLAN-/Smart-Life-Funktionen und steuert die angeschlossenen Geräte zentral.

Easy+ wird serienmäßig mit F7-Filter und Vorfilter betrieben. Der Planungswert entspricht mit 25 m³/h je Gerät beziehungsweise 50 m³/h je Gerätepaar dem Eco Smart DZ. Der Unterschied liegt weniger in der Luftleistung als im Bedienkonzept.

Besonders geeignet für: Räume oder Einheiten, in denen mehrere Lüfter über eine feste zentrale Bedienstelle gesteuert werden sollen.

Vario 160: höhere Luftleistung für größere Räume

Der Eco Smart Vario 160 bietet mit 30 m³/h Frischluft je Gerät den höchsten WRG-Planungswert der vier Modelle. Zwei abgestimmte Geräte erreichen 60 m³/h.

Das Gerät wird per Smart-Life-App oder Fernbedienung bedient und verfügt über eine automatische Feuchtesteuerung. Ein G3-Filter gehört zur Standardausstattung; ein F7-Filter kann optional gewählt werden.

Besonders geeignet für: größere Wohnräume, Bereiche mit höherem Luftbedarf und Projekte, bei denen eine höhere Leistung je Wanddurchführung gewünscht ist.

Vario 110: kompakte Lösung für kleine Wandöffnungen

Der Eco Smart Vario 110 benötigt mit einer empfohlenen Kernbohrung von etwa 120 bis 130 mm deutlich weniger Platz in der Wand. Dafür ist auch der Planungswert geringer: 12,5 m³/h Frischluft je Gerät und 25 m³/h mit zwei Geräten.

Vario 110 wird per App oder Fernbedienung gesteuert und besitzt einen G3-Filter. Ein F7-Filter ist für dieses Modell nicht verfügbar. Die kleinere Bohrung ist daher ein baulicher Vorteil, ersetzt aber nicht die Prüfung, ob die Luftleistung für den vorgesehenen Raum ausreicht.

Besonders geeignet für: kleine Räume, begrenzte Wandflächen und Einbausituationen, in denen eine 160-mm-Geräteklasse nicht sinnvoll realisierbar ist.

F7 oder G3: Welche Filterausstattung ist wichtig?

G3-Filter halten vor allem gröbere Staub- und Schmutzpartikel zurück. F7-Filter können zusätzlich einen größeren Anteil feiner Partikel wie Pollen und Feinstaub aus der Zuluft filtern.

  • DZ: F7 serienmäßig
  • Easy+: F7 serienmäßig
  • Vario 160: G3 serienmäßig, F7 optional
  • Vario 110: G3, kein F7 verfügbar

Ein feinerer Filter erzeugt einen höheren Luftwiderstand und muss regelmäßig kontrolliert werden. Die Entscheidung sollte deshalb zu Luftqualität, Wartungsbereitschaft und Geräteauslegung passen.

Welche Steuerung passt zu Ihnen?

  • Sie möchten CO₂- oder Feuchtesensorik direkt am System? Dann ist Eco Smart DZ besonders interessant.
  • Sie möchten mehrere Geräte an einem festen Wandcontroller bedienen? Dann ist Easy+ die naheliegende Lösung.
  • Sie bevorzugen App und Fernbedienung bei höherer Luftleistung? Dann passt Vario 160.
  • Sie benötigen vor allem eine kleine Wandöffnung? Dann kommt Vario 110 in Betracht.

Drei typische Entscheidungssituationen

Schlafzimmer mit Wunsch nach CO₂-Regelung und F7-Filter

Hier ist Eco Smart DZ in der CO₂-Variante naheliegend. Die endgültige Gerätezahl richtet sich nach Raum, Belegung und gewünschtem Luftaustausch.

Mehrere Geräte sollen über eine feste Stelle bedient werden

Easy+ bietet dafür das zentrale Controller-Konzept. Vor der Bestellung sollte feststehen, wie viele Geräte in der vorgesehenen Gruppe zusammenarbeiten.

Größerer Wohnraum mit höherem Luftbedarf

Vario 160 stellt je Gerät den höchsten Planungswert bereit. Wird zusätzlich ein feinerer Zuluftfilter gewünscht, kann F7 optional ausgewählt werden.

Einbau mit möglichst kleiner Kernbohrung

Vario 110 reduziert den erforderlichen Bohrdurchmesser. Wegen der geringeren Luftleistung können jedoch mehr Geräte erforderlich sein als bei einem 160-mm-System.

Geräteauswahl und Gerätezahl gehören zusammen

Das beste Gerät ist nicht automatisch das leistungsstärkste. Entscheidend ist, welches Modell den berechneten Bedarf mit passender Steuerung, Filterung und Einbausituation erfüllt. Wie Sie die Gerätezahl bestimmen, erklären wir im Beitrag „Wie viele dezentrale Lüftungsgeräte brauche ich?“.

Warum die Planungswerte im Wärmerückgewinnungsbetrieb von der maximalen Luftleistung abweichen, lesen Sie unter „Push-Pull-Lüftung: Paarbetrieb einfach erklärt“.

Unsicher zwischen zwei Modellen?

Der kostenlose JESSP Lüftungsplaner verbindet Raumdaten, Luftbedarf und Geräteauswahl. Bei komplexeren Projekten prüfen wir gern Ihren Grundriss.

Lüftungsplaner startenAngebot und Planung anfragen

Antworten zu Kernbohrung, Montage, Filtern und Wartung finden Sie außerdem in den häufigen Fragen zur dezentralen Lüftung.

Hinweis: Produktdaten und Funktionen entsprechen dem zum Zeitpunkt der Erstellung im JESSP-Shop hinterlegten Stand. Für die Bestellung sind die Angaben auf der jeweiligen Produktseite und in der aktuellen Bedienungs- beziehungsweise Montageanleitung maßgeblich.

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